Die Orgel der Festeburgkirche
und ihr Organist Frank Hoffmann

Für die Orgel in der Festeburgkirche und deren Größe war nicht allein der Wunsch der Gemeinde ausschlaggebend. Hier musste daran gedacht werden, dass in unmittelbarer Nähe zu der Kirche auch die Errichtung der Kirchenmusikschule der beiden Hessischen Kirchen geplant war. Die Kirche sollte für Andachten und Übungen zur Verfügung stehen. Vor allem aber sollte die Orgel bei der Ausbildung junger Organisten Verwendung finden. Auch für die geplante Veranstaltung von Kirchenkonzerten war eine gute und nicht zu kleine Orgel erforderlich. Deshalb wurde hier eine Orgel mit 25 Registern gebaut, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.
In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kirchenmusik ist für die Orgel folgende Disposition nach dem Entwurf von Kantor Hans Brendel, Wiesbaden, dem Orgelsachverständigen der EKHN, entstanden:
Schwellwerk
1. Gedackt 8'
2. Prinzipal 4'
3. Koppelflöte 4'
4. Nasat 2 2/3'
5. Waldflöte 2'
6. Hörnlein 2 fach 1 3/5' + 1 1/7'
7. Sifflöte 1'
8. Scharff 4 fach 2/3'
9. Krummhorn 8'
11. Tremulant
Hauptwerk
12. Quintade 16'
13. Prinzipal 8'
14. Rohrflöte 8'
15. Gambe 8'
16. Oktave 4'
17. Kl. Gedackt 4'
18. Sesquialter 2 fach 2 2/3' + 1 3/5'
19. Oktave 2'
20. Mixtur 4-6 fach 1 1/3'
21. Trompete 8'
23. Tremulant
24. Koppel II/I
Spielhilfen
2 freie Kombinationen
1 freie Pedalkombination
Zungeneinzelabsteller
Pleno
Pedal
25. Subbaß 16'
26. Oktavbaß 8'
27. Gemshorn 4'
28. Rohrpfeife 2'
29. Mixtur 6 fach 2 2/3'
30. Stille Posaune 16'
33. Koppel I/Ped
34. Koppel II/Ped
Nach einer Ausschreibung unter vier namhaften Orgelbaufirmen erhielt die Werkstätte für Orgelbau Werner Bosch, Sandershausen bei Kassel, den Auftrag. Die Gesamtkosten beliefen sich etwa auf 109.000 DM. Ostern 1970 wurde die Orgel an der Westseite des Kirchenraumes aufgestellt.

Seit 1988 ist Frank Hoffmann der Organist der Evangelischen Festeburggemeinde. Er wurde 1970 in Frankfurt am Main als Sohn des Kirchenmusikers Herbert M. Hoffmann geboren. Von 1976 bis 1990 war er Klavierschüler von Eva-Maria Birke-Steup, zunächst privat, ab 1981 als Schüler an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main; parallel dazu Orgelstudien bei Herbert M. Hoffmann. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Kirchenmusikvereins Frankfurt am Main e.V. Er wirkte bei mehreren CD-Einspielungen als Organist und Cembalist mit, darunter die CD "Orgel plus" aus der Festeburgkirche sowie die CD "Orgelportrait" an der großen Orgel der Heiliggeistkirche Frankfurt am Main. Seit 2004 ist er Leiter des im Jahr 1951 gegründeten und heute etwa 70 Sängerinnen und Sänger umfassenden Chores Frankfurter Kantatenkreis.
Evangelische Festeburggemeinde
Frankfurt-Preungesheim
